In anderen Ländern schon üblich kommt auch hierzulande langsam der Hype auf, nicht mehr den alten Firmen-PC mit sich herumzutragen, sondern sich den neusten Hype privat zu beschaffen und im Unternehmen zu nutzen. Im amerikanischen hat sich dafür “bring your own device” (BYOD) eingebürgert und wird gerne praktiziert.
Für den Arbeitnehmer ist es praktisch, da er sein Lieblingsgerät mit top Geschwindigkeit und Laufzeit vor sich hat, und auch der Arbeitgeber freut sich, muss er doch kein kostspielige Hardware für seine Mitarbeiter anschaffen. Der, der dieses System Ängste bereitet, ist allerdings die IT-Abteilung, muss hier doch nicht nur sichergestellt werden, dass das Firmennetzwerk frei von privat eingeschleppten Viren bleibt, sondern auch, dass sensible Firmendaten nicht ungeschützt aus dem Büro herausgetragen werden.
Mit den neuen Smartphones und Tablets weitet sich zudem die IT-Hardware vom Standard-Windows-Notebook auf Android und iOS Geräte aus, die eben nicht, wie zum Beispiel Blackberrys Geräte, auf Geschäftskunden spezialisiert sind. Doch obwohl die meisten Mitarbeiter Geschäftsinterna mit sich herumtragen, schocken die Zahlen, die der Sicherheitsspezialist ESET jetzt in einer Studie publiziert.
Demnach liegen auf 80 Prozent aller mobilen Geräte Geschäftsdaten im Speicher. Doch oft werden nicht einmal einfachste Zugriffsbeschränkungen eingesetzt. So sind von so genutzten Smartphones gerade mal 25 Prozent mit einem Autolock versehen, bei Tablets sieht es noch viel schlimmer aus: gerade mal 10 Prozent aller Tablets sind so eingestellt, das sie nach einer bestimmten Zeit ohne Benutzung ein Kennwort anfordern. Und weniger als die Hälfte aller Geräte haben irgendetwas in Richtung Firewall oder Virenschutz installiert.
Viele aktuelle Geräte bieten doch neben einem Zugriffspasswort auch Autolock und Datenverschlüsselung, doch wenn der Benutzer es nicht nutzt, dann helfen auch die besten Programme nicht.
Es könnte so einfach sein, da mit einfachsten Mitteln schon viel zu verhindern ist, doch die menschliche Faulheit nicht schwer zu überwinden. In diesem Sinne erwarten wir in nächster Zeit noch viele weitere Datenschutzkatastrophen, bei denen nicht einmal ein Hack benutzt werden muss.

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